Männer, steht mit uns auf!

Männer Steht mit uns auf

 


Nicht gegen euch.
Sondern für uns alle.

Für eine Gesellschaft, die auf Verbindung, Rücksicht und Miteinander basiert.
Für eine Gesellschaft, in der Menschen Sicherheit erleben.
Für eine Gesellschaft, in der Vertrauen wieder die Norm wird.

Patriarchale Strukturen erzeugen männliche Gewalt.
Und den Preis dafür zahlen wir alle.

Was diese Gewalt Frauen antut, wird aktuell in den Medien sichtbar.
Alarmierend – aber nur die Spitze eines Eisbergs.
Unter der Oberfläche liegt so viel mehr.

Der Preis patriarchaler Strukturen für Männern?
93 % der Gefängnisinsassen sind Männer – 75 % der Suizide werden von Männern begangen. Allein in Deutschland verursacht männliche Gewalt jährlich Kosten von 63,5 Milliarden Euro.

 

Diese Gewalt zerstört.
Leben. Chancen. Familien. Zukunft
Auf allen Seiten.

 

Männer, steht dagegen.

Hört auf wegzusehen
So zu tun, als sei das alles nur „die eine abnormale Ausnahme“.
Ist es nicht.
Und es ist nicht zu ertragen.

Wir lesen täglich von Männern, Partnern und Ehemännern, die Frauen und Kindern Gewalt antun, ihre Grenzen verletzen, unterdrücken, einschränken, wegsperren, vergewaltigen, verraten, entwürdigen. Die über Körper, Seelen und Leben verfügen – gegen oder ohne den Willen der Frauen und Mädchen.

Die Fälle, die geschehen, sind keine Ausnahmen.
Sie sind die Spitzen der Eisberge.
Und diese Eisberge sind zahlreich.
Überall.

Was für euch sichtbar ist, ist nur ein Bruchteil.
Der weitaus größere Teil liegt unter der Oberfläche – dort, wo Frauen leben, navigieren und erfahren.
Tag für Tag.

Unter der Wasserlinie liegen:

  • Die Blicke.
  • Die Sprüche.
  • Das Kleinmachen.
  • Die Angst.
  • Die Erfahrungen, nicht ernst genommen zu werden.
  • Die Belästigungen, die relativiert werden.
  • Die Grenzüberschreitungen, die niemand sehen will.
  • Die Übergriffe, die nie angezeigt werden.
  • Das Aufzeigen, das nicht gehört wird
  • Die Anzeigen, die im Nichts verlaufen.
  • Die Gewalt, die keinen Namen bekommt.
  • Die Körper, die verletzt zurückbleiben.
  • Die Seelen, die zerbrechen.
  • Die Leben, die genommen werden.
  • Die Toten, die als „Einzelfälle“ verschwinden.

 

Frauen kennen diese Welt unter der Oberfläche.
Sie bewegen sich in ihr, ständig wachsam, ständig angespannt.

Und das, was sichtbar wird – durchbricht die Oberfläche erst, wenn Frauen keinen anderen Ausweg mehr haben und laut werden müssen, um überhaupt gehört zu werden. Wenn es längst viel zu spät ist.
Und selbst dann hört es nicht auf.

Auch oberhalb der Wasserlinie setzt sich diese Realität fort:

  • Täter-Opfer-Umkehr.
  • Bagatellisierung.
  • Misstrauen.
  • Beschuldigung.
  • himpathy
  • „Warum erst jetzt?“
  • „Was ist ihre Agenda?“
  • „Wie kann SIE das den Kindern antun?“
  • „Das kann doch gar nicht sein!“
    Und immer wieder:
  • „Was hat sie angehabt?“
  • „Wie hat sie beigetragen?“
  • „Er konnte ja nicht anders – er hatte ja Fetisch, Eifersucht, Verlustangst, Dämonen, Macht…“

Dazu kommt  der fehlende rechtlich Schutz:

  • milde Urteile und geringe Verurteilungsraten
  • keine ausreichende gesetzliche Grundlage gegen digitale Gewalt
  • kein Gesetz gegen Catcalling – einem Fundamentbaustein in der Gewaltpyramide gegen Frauen

 

Diese Dynamiken sind kein Zufall.
Sie sind Teil desselben Systems.

Sie retraumatisieren nicht nur –
sie sorgen vor allem dafür, dass Gewalt unter der Oberfläche bleibt.

Nur etwa 9 % der Übergriffe werden überhaupt angezeigt.
Und von diesen führen nur rund 10 % zu Verurteilungen.

Der Rest?
Bleibt unsichtbar.
Wie der größte Teil jedes Eisbergs.

Diese strukturelle, systematische und permanente Gewalt gegen Frauen – weltweit und auch in Österreich – ist untragbar geworden.

Es reicht nicht mehr, dass Frauen und Feministinnen darauf hinweisen, erklären, kämpfen, sichtbar machen.
Jetzt braucht es uns alle.
Frauen. Männer. Alle Geschlechter.

 

Männer – macht den Unterschied.
Es gibt so viel, das ihr einfach tun könnt!

 

  • Seid laut. Diskutiert. Bleibt auf eurem Punkt!
    So, wie ihr es oft tut.
    Jetzt auch, wenn Frauen klein gemacht werden.

 

  • Unterbrecht. Fallt anderen ins Wort!
    So, wie ihr es oft tut.
    Jetzt auch, wenn Frauen abgewertet werden.

 

  • Bleibt ernst und haltet den Blick!
    So, wie ihr es oft tut.
    Jetzt auch, wenn „Witze“ über Frauen gemacht werden.

 

  • Widersprecht und haltet dagegen
    So, wie ihr es oft tut.
    Jetzt auch, wenn es um Gewalt an Frauen geht.

 

  • Wendet all eure Macht- und Durchsetzungsstrategien an!
    So, wie ihr es oft tut.
    Jetzt auch für eine gleichberechtigte Gesellschaft

 

  • Seid klar, bestimmend und konsequent.
    So, wie ihr es oft tut.
    Jetzt, indem ihr anderen Männern helft, die Bedeutung von Ja und Nein zu verstehen: Nein heißt Nein – ohne Diskussion, ohne Druck, ohne Umdeutung.

    Nur Ja ist Ja.
    Schweigen ist kein Ja.
    Unwissenheit ist kein Ja.
    Bewusstlosigkeit ist kein Ja.
    Nur Ja ist Ja.

  • Seid aufstrebend und lernfreudig.
    So, wie ihr es oft gezeigt habt.
    Jetzt auch, um zu lernen, Gefühle zu zeigen, zu benennen und auszusprechen – ohne Gewalt.
    Wer seine Gefühle abtrainiert, übersetzt sie oft in Macht oder Aggression.
    Wer wieder lernt, zu fühlen und dies auszudrücken, lernt auch, Mitgefühl, Grenzen zu respektieren, empathisch zu handeln, Leben zu achten, Vertrauen zu formen und Liebe zu leben.

 

Männer – jetzt handeln.

Widersprecht.
Handelt.

Steht ein für ein gewaltfreies Miteinander.
Für Frauen.
Für Männer.
Für unser aller Zukunft.

 

 

nathalie.karre@accelor.at

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Nathalie Karré

Ich bin Unternehmerin, Organisationsentwicklerin und  Female Empowerment Aktivistin.

Meine Leidenschaft ist es, Menschen und Organisationen auf ihrer Reise „From Good to Great“ zu begleiten. Ich liebe es, Potentiale zu entdecken, Selbstvertrauen zu fördern und Menschen zu ermutigen. In der Umsetzung unterstütze ich, Ziele kraftvoll und konsequent zu verfolgen und Erfolge zu feiern.

Insbesondere stehe ich Frauen zur Seite, ihre Karriere, ihren Erfolg und ihr Leben kraftvoll und selbst bestimmt in die Hand zu nehmen und für sich und ihre Anliegen sichtbar zu werden.

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